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Kathrein RFID und Tönnjes E.A.S.T. schließen Kooperationsvertrag

Rosenheim/Delmenhorst, September 2017. Kathrein, ein international führender Spezialist für zuverlässige, hochwertige Kommunikationstechnik, arbeitet im Bereich Electronic Vehicle Identification (EVI) künftig weltweit mit dem führenden deutschen Kfz-Kennzeichenhersteller Tönnjes E.A.S.T. zusammen. Beide Unternehmen verbindet seit Jahren eine technologische Zusammenarbeit. Kathrein bringt bei den gemeinsamen Projekten sein Know-how im Bereich RFID-Technik ein, Tönnjes E.A.S.T. ist Spezialist für die Integration der benötigten Transponder in die Nummernschilder oder Windschutzscheiben von Fahrzeugen.

Die automatische und berührungslose Identifizierung von Autos, Lastwagen oder Motorrädern via elektromagnetischer Wellen ist eine wegweisende Technologie für den Straßenverkehr der Zukunft. Damit können effiziente Fahrzeugregistrierungslösungen (EVR), Zugangslösungen in Umweltzonen oder die Steuerung von Ampelsystemen umgesetzt werden. „Bei unserer Zusammenarbeit geht es unter anderem darum, die benötigte Infrastruktur auf Autobahnen und in den Städten umzusetzen sowie zentrale Datenbanklösung für die Behörde oder den Betreiber aufzubauen und zu betreiben, unserem Auftraggeber also eine Turnkey-Lösung anzubieten“, erläutert Thomas Brunner, Leiter des Geschäftsbereichs RFID innerhalb der Kathrein-Gruppe.

Automatische Geschwindigkeitskontrollen und Mautstellen

Zum gemeinsamen Portfolio gehören neuartige Produkte beider Unternehmen. Die neueste RFID Reader Generation RRU4500 von Kathrein ermöglicht mit einer Lesereichweite von bis zu 20 Metern bei maximal 250 Stundenkilometern eine sichere Identifikation von Fahrzeugen im freien Autobahnverkehr. Die Firma Tönnjes hat die RFID-Technologie ebenfalls in zwei Systemen integriert: Ein entsprechender Chip bildet das Herzstück des Kfz-Kennzeichens IDePLATE®. Darüber hinaus bietet der Spezialist mit IDeSTIX® eine Vignette für die Windschutzscheibe mit integriertem Datenspeicher an.

Um die IT-Sicherheit der verwendeten Transponderdaten sicherzustellen, setzen die Kooperationspartner auf die neueste Generation von High-Security-Transpondern UCODE DNA von NXP Semiconductors. Die notwendige Entschlüsselung erfolgt direkt zwischen den Transpondern und den Lesegeräten von Kathrein. Diese bieten eine neuartige Verknüpfung aus RFID-Schreib-Lesegerät und einem sogenannten IoT-Gateway. Das bedeutet, dass Daten direkt in eine Cloud geladen und von dort aus weiterverwendet werden können.

„Wir freuen uns sehr, die bewährte Zusammenarbeit mit Kathrein auf eine neue Ebene zu bringen“, sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. „Gemeinsam bieten wir den Kunden umfassende Lösungen mit Hardware, Software und Services aus einer Hand. Für unsere weltweite Kooperation sehen wir großes Potenzial.“

Ermöglichen automatische und berührungslose Fahrzeugidentifikation: RFID-Kennzeichen von Tönnjes E.A.S.T und Lesegeräte von Kathrein. © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

„Die Bevölkerung besser vor Straftaten schützen und die Polizei entlasten“

SPD-Politikerinnen diskutieren Einsatz von Sicherheitskennzeichen in Deutschland

 

Delmenhorst, August 2017. „Im Zusammenhang mit Autos herrscht in Deutschland unglaublich viel Kriminalität”, erklärte die verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Kirsten Lühmann, vergangenen Donnerstag während eines Besuchs bei Tönnjes E.A.S.T. in Delmenhorst. Die ehemalige Polizistin ist Bundestagsabgeordnete sowie Mitglied im Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin und hat sich mit ihren Parteikollegen Susanne Mittag, Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Delmenhorst, Wesermarsch und Oldenburg-Land und dem Landtagskandidaten Deniz Kurku über das IDePLATE-System informiert. Bestehend aus den Kfz-Kennzeichen und einem Windschutzscheiben-Aufkleber, jeweils mit integriertem RFID-Chip, erfasst es effizient und sicher Fahrzeuge. „Diese Technik würde es der Polizei deutlich erleichtern in Gefahrenlagen Autos zu überprüfen”, meinte Lühmann. Auf den passiven Chips ist jeweils eine einmalige Nummer gespeichert, die autorisierte Kartenlesegeräte verschlüsselt aufnehmen. Fährt zum Beispiel ein LKW mit gestohlenem Kennzeichen vorbei, schlägt das System Alarm, weil eines der Elemente fehlt. „Rechtlich gesehen besteht dann ein Verdacht — den benötigen die Beamten und Beamtinnen für eine Überprüfung”, so die Politikerin. Die Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf: Laut der Allgemeinen-Rechtsschutz-Versicherungs-AG werden hierzulande täglich rund 400 Kennzeichen entwendet. 

„Die Identifikationsnummer könnte nur vom Kraftfahrt-Bundesamt entschlüsselt und mit dessen Datenbank abgeglichen werden“, erläuterte Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. und ergänzte: „Selbst wenn der unwahrscheinliche Fall eintritt, dass sich jemand die Daten illegal beschafft, ist es unmöglich sie zu entschlüsseln.“ Die bisherige Methode der Fahrzeugerfassung sei extrem fehleranfällig, weil diese bis heute lediglich über optische Merkmale erfolgt. „Bei schlechtem Wetter und eingeschränkter Sicht erkennen Blitzer gerade einmal die Hälfte der Nummernschilder. Dabei entgehen dem Staat wichtige Einnahmen und viele Raser kommen ungestraft davon“, meint Mönning. Außerdem sei es einfach, die Kennzeichen zu manipulieren, beispielsweise mit schwarzem Klebeband. Anders wäre es mit dem IDePLATE: Ein Test in Kooperation mit dem niederländischen Verteidigungsministerium hat ergeben, dass auf diese Weise 100 Prozent der Pkw erfasst werden – unabhängig von Witterung oder Schmutz. „Wir würden mit diesem System die Bevölkerung besser vor Straftaten schützen und die Polizei entlasten“, sagte Kirsten Lühmann. Doch das sei nur möglich, wenn die Regierung sich für eine derartige Neuerung aufgeschlossen zeigt. „In diesem Fall muss das Bundesministerium für Verkehr handeln“, fügte Susanne Mittag hinzu. Die beiden Politikerinnen wollen sich in Berlin für das Sicherheitskennzeichen einsetzen, um einen weiteren Beitrag zur Kriminalitätsbekämpfung zu unterstützen.

V.l.n.r.: Dietmar Mönning, Deniz Kurku, Susanne Mittag, Kirsten Lühmann und Piet Tönjes. © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

„Deutschland geht es gut, wenn die Menschen Arbeit haben“

Parlamentarischer Staatssekretär zu Besuch bei Tönnjes E.A.S.T. in Delmenhorst

 

Delmenhorst, August 2017. „Die Kultur der Familienunternehmen ist ein Baustein des Erfolgs des deutschen Mittelstandes“, bilanzierte Dr. Michael Meister (CDU), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Finanzen, nach seinem Besuch des Delmenhorster Unternehmens Tönnjes E.A.S.T. am vergangenen Dienstag. Meister, der auf Einladung der hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Astrid Grotelüschen in die Region gekommen war, informierte sich im Beisein des Delmenhorster CDU-Kreisvorstandsmitglieds Jürgen Waßer, über das von Tönnjes entwickelte IDePLATE. Das Kfz-Kennzeichen mit integriertem RFID-Chip enthält eine verschlüsselte Kodierung, die von autorisierten Lesegeräten erfasst wird und dadurch die sichere Identifikation von Fahrzeugen ermöglicht. Das gesteigerte politische Interesse lässt das Familienunternehmen hoffen, dass seine innovative Technik künftig auch in Deutschland für Geschwindigkeitsmessungen, Zufahrtskontrollen oder die automatische Kennzeichenerfassung bei Mautsystemen eingesetzt wird. Im europäischen und internationalen Ausland kommt das System bereits landesweit zum Einsatz.

"Kein Wunder", so Grotelüschen "dass der Betrieb bereits 185 Jahre besteht.“ Die Christdemokratin sprach dem Unternehmen bei ihrem Besuch einen enormen Innovationsgeist zu: „Sie verhalten sich vorbildlich. Es gibt keine Angst vor Veränderungen. Im Gegenteil — vielmehr werden hier Chancen erkannt und Ideen verwirklicht.“ Dies schlägt sich auch in den Bilanzen nieder. In Delmenhorst beschäftigt Tönnjes derzeit 190 Mitarbeiter, weltweit sind es gemeinsam mit seinen Partnern über 2.000 – Tendenz steigend. Piet Tönjes, Geschäftsführer der J.H. Tönnjes GmbH in sechster Generation, machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass er weiterhin auf die politische Unterstützung für den deutschen Mittelstand baue. Darauf sagte Meister: „Deutschland geht es gut, wenn die Menschen Arbeit haben. Wir sollten alles daran setzen, dass es so bleibt.“ Die Historie der Niederlassung weckte dabei gleichermaßen sein Interesse, wie das Innovationspotenzial der RFID-Technologie. In Deutschland setzt die Politik nach wie vor auf die fehleranfällige kamerabasierte Identifikation von Fahrzeugen. Die Wahrscheinlichkeit, dass in Berlin künftig über die Einführung des „Kennzeichens der Zukunft“ diskutiert wird, ist nun höher denn je.

„Die bisherige Art und Weise der Fahrzeugerfassung ist extrem fehleranfällig. Bei schlechtem Wetter werden fast die Hälfte der Nummernschilder aufgrund der Oberflächenverschmutzung durch Schnee oder Regen schlichtweg nicht erkannt. Dadurch gehen dem Staat viele Einnahmen verloren“, erklärt Tönjes. Darüber hinaus profitier das visionäre IDePLATE von seiner Sendereichweichte von bis zu 15 Metern. Damit eignet sich die Technik für vollautomatische Mautstellen, Geschwindigkeits- und Zufahrtskontrollen oder für die polizeiliche Fahndung bei Gefahrenlagen. Gleichzeitig garantiert die revolutionäre kryptographische Verschlüsselung die Datensicherheit der Autofahrer. Zudem schützt das System vor dem weitreichenden Problem des Kennzeichen-Diebstahls und der Manipulation von Nummernschildern. Möglich macht dies der Windschutzscheiben-Aufkleber IDeSTIX in Kombination mit dem IDePLATE. Er verfügt ebenfalls über einen RFID-Chip. Sollte eines der beiden Elemente fehlen, wird dies bei der Erfassung durch ein Lesegerät, direkt sichtbar. Das Unternehmen aus Delmenhorst bietet in diesem Zusammenhang Komplettlösungen von der Kennzeichenerfassung bis hin zur Erstellung eines zentralen Fahrzeughalterregisters an. In Lettland, Honduras, Kenia oder auf den Kaimaninseln werden diese bereits auf nationaler Ebene genutzt.

Dr. Michael Meister, Jürgen Waßer, Astrid Grotelüschen und Piet Tönjes beim Rundgang durch die Produktion von Tönnjes E.A.S.T.. © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

Radarfallen in Deutschland: Seit 60 Jahren Rasern auf der Spur

RFID-basiertes Kennzeichen-System könnte Blitzer in den Ruhestand schicken

 

Bremen, Juli 2017. Vor genau 60 Jahren setzte das nordrhein-westfälische Innenministerium in Düsseldorf bei einem Feldversuch zum ersten Mal in Deutschland einen Blitzer ein. Ein Jahr später ging das „Verkehrs-Radar-Gerät 2“ der Firma Telefunken in Serie. Seitdem haben sich die Messtechniken vom Radar über Lichtschranken bis hin zum Laser weiterentwickelt. Eines ist jedoch gleich geblieben: Die Fahrzeugidentifizierung durch das Kennzeichen per Foto. Betrüger, die ihr Nummernschild manipulieren oder Raser, die durch schlechte Wetterverhältnisse nicht erfasst werden, kommen somit ungestraft davon. Lösen könnte dieses Problem ein RFID-Chip mit Identifikationsnummer im Kfz-Kennzeichen. Das sogenannte IDePLATE® von Tönnjes E.A.S.T. verfügt über diese Funktion und kann von autorisierten Lesegeräten entschlüsselt werden. „Ein Feldversuch in Kooperation mit dem niederländischen Verteidigungsministerium im vergangenen Jahr hat ergeben, dass unser System 100 Prozent der Pkw erfasst – egal bei welcher Wetterlage oder Sicht“, sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. „Es ist an der Zeit den kamerabasierten Blitzer in den Ruhestand zu schicken.“

Ein Auto rast an einem Streifenwagen vorbei, Polizisten nehmen die Verfolgung auf und filmen dabei das eigene Tacho. Eine komplizierte und ineffiziente Prozedur um Temposünder zu erwischen, doch Mitte der fünfziger Jahre das einzige Mittel. Bei damals ungefähr 13.000 Verkehrstoten pro Jahr musste der Staat handeln. Zum Vergleich: 2016 verloren im Schnitt knapp neun Menschen am Tag im Straßenverkehr ihr Leben. Jährlich passieren rund 45.000 Unfälle wegen zu hoher Geschwindigkeit. „Messungen sind deswegen unabdingbar – dennoch sollte die Technik überdacht werden, damit mehr Gerechtigkeit und Sicherheit herrscht“, meint Mönning. Immer wieder berichte die Polizei von Fällen, bei denen Rasern ihr gefährdendes Verhalten auf die Spitze treiben: Im Münchener Richard-Strauss-Tunnel wurde beispielsweise ein Motorradfahrer in drei Monaten 26 Mal geblitzt, doch aufgrund der extrem hohen Geschwindigkeit war das Kennzeichen auf dem Bild nicht zu erkennen. „Mit dem IDePLATE® wäre das nicht passiert“, so der Geschäftsführer. Zur Identifizierung hätte ein stationäres Lesegerät die individuelle Nummer des Kennzeichens gelesen und den Raser somit entlarvt.

„Gestohlene Kennzeichen sind ebenfalls eine große Sicherheitslücke“, erläutert Mönning. Laut Schätzungen der Allgemeinen Versicherungs-AG werden in Deutschland jährlich 160.000 Nummernschilder geklaut. „Hierzulande erfolgt die Fahrzeugidentifikation lediglich über die Kennzeichen und Fotos von diesen. Das ermöglicht Missbräuche.“ Ebenfalls zu dem System von Tönnjes E.A.S.T. gehört ein Windschutzscheiben-Aufkleber, der sogenannte IDeSTIX®, der wie das IDePLATE® einen digitalen Chip enthält. Werden Nummernschilder also an anderen Autos angebracht, verrät dieses „dritte Kennzeichen“ den mobilen oder stationären Lesegeräten, dass die Merkmale nicht übereinstimmen. Für den Datenschutz sorgt der niederländische Kooperationspartner NXP Semiconductor, Spezialist im Bereich Verschlüsselungstechnik. „Diese Technologie verbessert nicht nur Radarfallen, sondern kann auch Grenzkontrollen erleichtern und bei Terrorszenarien frühzeitig wichtige Hinweise zur Aufklärung liefern.“

High-Tech made in Germany: Das IDePLATE von Tönnjes E.A.S.T. verfügt über einen integrierten RFID-Chip. © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

IDePLATE-System: Ein Beispiel für Innovationskraft „made in Germany“

High-Tech-Kennzeichen als wegweisende Neuerung für den Straßenverkehr

 

Bremen, Juni 2017. Der deutsche Kfz-Kennzeichenhersteller Tönnjes E.A.S.T. hat gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern NXP Semiconductors und Kathrein das Nummernschild der Zukunft entwickelt. Als Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit ist das visionäre IDePLATE-System entstanden. Es kombiniert das Kennzeichen mit einem integrierten RFID-Chip (Radio-frequency identification) und den zugehörigen Lesegeräten. Eine Technologie, für deren Realisierung drei Unternehmen ihr branchenspezifisches Fachwissen unter der Federführung von Tönnjes E.A.S.T bündeln. Die automatische und berührungslose Identifizierung und Authentifizierung via elektromagnetischer Wellen gewährt gleichermaßen den Schutz des einzelnen Fahrzeugs und „könnte zum Beispiel Verkehrsleitsysteme, Zugangslösungen in Umweltzonen oder die Steuerung von Ampelsystemen mit nur einem Medium, dem IDePLATE, übernehmen“, erklärt Thomas Brunner, Leiter des Geschäftsbereiches Kathrein-RFID. Die Kooperation liefert einen ganzheitlichen Ansatz, der wachsenden Anzahl von Fahrzeugen unter den Aspekten Identifikation, Authentifizierung und Zugangskontrollen Herr zu werden. „Es ist eine bahnbrechende Entwicklung, die enorme Potentiale birgt“, sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. 

Seit 1962 produziert die Firma Tönnjes Nummernschilder und optimiert im Laufe der Jahre sowohl eingesetzte Materialien als auch Sicherheitsmerkmale. Mit der Entwicklung des IDePLATE geht das Unternehmen einen Schritt weiter Richtung digitale Zukunft. Einen Baustein für das System, den im Kennzeichen integrierten RAIN RFID-Chip, produziert der Experte für RFID-Technologie, NXP Semiconductors, mit Hauptsitz in den Niederlanden. „Das verwendete UCODE® DNA-System verbindet eine Sendereichweite von bis zu 15 Metern mit revolutionärer kryptographischer Verschlüsselung“, erläutert NXP Marketing Direktor Mahdi Mekic. Während in der Vergangenheit zwischen großer Lesedistanz und funktionaler Sicherheit abgewogen werden musste, schafft NXP eine Kombination aus beiden Elementen. Vollautomatische Mautstellen oder Geschwindigkeitskontrollen werden durch die erhöhte Reichweite ermöglicht und schützen gleichzeitig die Daten der Autofahrer. Die notwendige Entschlüsselung erfolgt mithilfe der Infrastruktur von Kathrein. Diese bietet eine neuartige Verknüpfung aus RFID-Schreib-Lesegerät und einem sogenannten IoT-Gateway. Das bedeutet, dass Daten direkt in eine Cloud geladen und von dort aus weiterverwendet werden können. Als größter Antennenhersteller der Welt, feilt das Rosenheimer Unternehmen kontinuierlich an dieser Technik. „Wir arbeiten täglich in Bayern und Sachsen an dem Reader und setzen zu 100 Prozent auf den Innovationsstandort Deutschland“, so der Leiter von Kathrein-RFID, Thomas Brunner. 

Laut der Allgemeinen Rechtsschutz-Versicherungs-AG (ARAG) werden in Deutschland jährlich rund 160.000 Nummernschilder gestohlen. Nicht selten ist dieser Vorgang nur der erste Schritt weitreichender Straftaten und führt zu umfassenden Gefahrensituationen für die Öffentlichkeit. Geschädigt werden nicht nur Privatpersonen, sondern auch der Staat: Nicht zugelassene Fahrzeuge, die durch gestohlene oder manipulierte Kennzeichen unerkannt bleiben, bedeuten massive Steuereinbußen. In den USA gehen dem Fiskus auf diese Weise jährlich bis zu 1,5 Milliarden Dollar verloren. Dietmar Mönning kritisiert auch die Lage in Deutschland: „Mit den aktuellen Methoden kommen zu viele Übeltäter ungestraft davon. Dieser Umstand gewährleistet nicht genügend Sicherheit und belastet unter dem Strich die Steuerzahler.“ Der fälschungssichere Datenspeicher des IDePLATE ermöglicht hingegen eine eindeutige Identifizierung von Fahrzeugen und beugt Diebstählen und Betrugsdelikten vor. Die RFID-Technologie bildet die Grundlage für viele zukunftsorientierte Nutzungsmöglichkeiten, die im Ausland bereits eingesetzt werden. In Kenia, einem Land in dem das Bruttoinlandsprodukt beständig wächst und im Jahr 2014 mehr Fahrzeuge denn je registriert wurden, konnte das deutsche RFID-Identifikationssystem bereits überzeugen. Bis 2020 wird dort eine zentrale Registrationsdatenbank eingerichtet, um nicht nur Straßen, sondern auch den Kfz-Handel sicherer zu gestalten. Auf den Cayman Islands beeindruckte das System ebenfalls: In den kommenden zwei Jahren soll die gesamte staatliche Verwaltung sowie der zugehörige Fuhrpark mit dem IDePLATE ausgestattet werden. „Tönnjes ist ein typischer ‚Hidden Champion‘ und ein gutes Beispiel dafür, wie Deutschland über seine Unternehmen Fortschritt generieren und exportieren kann“, meint CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen. Die Technologie des Delmenhorster Unternehmens und seiner Partner könnte ein wichtiger Schritt sein, um Städte effizienter, umweltfreundlicher und somit Richtung „Smart Cities“ zu entwickeln. „Mit dem IDePLATE eröffnen sich neue Möglichkeiten, auch im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung. Deshalb ist es generell wichtig, zukunftsweisende Innovationen verantwortungsvoll zu gestalten beziehungsweise deren Entwicklung zu begleiten“, sagt sie.

Tönnjes E.A.S.T. Geschäftsfuehrer Dietmar Mönning mit einem IDePLATE aus Honduras, wo das System bereits im Einsatz ist. © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

Gefahrenabwehr über das Auto-Kennzeichen

IDePLATES könnten Sicherheitslage verbessern

 

Bremen, Juni 2017. Die deutsche Regierung will mehr Handlungsspielraum in besonderen Gefahrenlagen. Deswegen billigte der Bundesrat am 31. März ein Gesetz, das der Bundespolizei erlaubt, automatische Kennzeichenlesesysteme zu nutzen, um die Bevölkerung bei Gefahrenlagen effektiver zu schützen. Die Technik, die dafür in Frage kommt, hat sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière am selben Tag in Sachsen an der Autobahn 4 demonstrieren lassen. Dort werden schon seit 2013 Kennzeichen per Videokamera erfasst und mit einer Datenbank abgeglichen. Dietmar Mönning ist Geschäftsführer des Delmenhorster Unternehmens Tönnjes E.A.S.T. und sieht in dieser Methode allerdings deutliche Mängel: „Ist das Kennzeichen durch Schnee oder Matsch verschmutzt, ist die Erfassungsquote über ein ausschließlich kamerabasiertes System beeinträchtigt.“ Verlässlicher wäre ein sogenanntes IDePLATE – ein Nummernschild, das dank integriertem RFID-Chip, bei jeder Wetterlage gelesen werden kann.

De Maizière betonte bei seinem Besuch, dass die automatische Kennzeichenerfassung per Kamera dazu genutzt werden sollte „die Sicherheit zu erhöhen und Straftäter besser zu ermitteln.“ Vor allem in Grenznähe, an Flughäfen und bei Schleierfahndungen solle damit gearbeitet werden. Fraglich sei laut Mönning jedoch, ob die angewandte Technologie das Maß an Sicherheit bietet, das sich die Regierung in diesem Fall wünscht. „Gefährliche Personen, die mithilfe gefälschter oder manipulierter Nummernschilder ihre Aktionen vorbereiten oder ein Fahrzeug als Waffe einsetzen wollen, können schneller erkannt werden, weil den Behörden sichere Anhaltspunkte für die Fahndung vorliegen“, erklärt er. Das IDePLATE-System habe dazu die passende Lösung: „An der Windschutzscheibe können Autofahrer einen Aufkleber namens IDeSTIX anbringen, der wie das Kennzeichen einen Chip enthält. Dieser verfügt über eine verschlüsselte Identifikationsnummer, die nur von autorisierten Readern gelesen werden kann.“ Sollte das Nummernschild also am falschen Auto montiert sein, schlage das mobile oder stationäre Lesegerät Alarm. Im vergangenen Jahr erwischte die Polizei in Sachsen mit ihrer bisherigen Methode 26 Fahrzeuge mit gestohlenem Kennzeichen. Mönning: „Bei der Zahl handelt es sich lediglich um die als gestohlen gemeldeten Schilder, weil diese in der Datenbank auftauchten. Mit dem IDePLATE, in Kombination mit dem IDeSTIX, würde hingegen jedes entwendete oder manipulierte Nummernschild entlarvt werden – auch wenn der Fahrzeughalter den Diebstahl noch gar nicht bemerkt hat.“

In Sachsen sind fünf mobile Kennzeichen-Lesesysteme im Einsatz. Die Kamera wird an der Leitplanke befestigt, ein Kabel führt zu einem Einsatzwagen der Polizei und die Beamten sehen über einen Bildschirm die vorbeifahrenden Autos. Dabei wird jedes Kennzeichen per Zoom vergrößert und mit der Datenbank abgeglichen. Im Falle eines Treffers müssen die Polizisten dem Auto hinterherfahren. „Diese Prozedur dauert lange und ist ineffizient“, sagt Mönning. „Die Bundesregierung sollte eine zeitgemäße Lösung in Betracht ziehen.“ Andere Länder haben sich längst für das System von Tönnjes E.A.S.T. entschieden. Kenia, Peru und die Kaiman-Inseln erfassen Fahrzeuge bereits auf diese Weise. Laut Mönning schütze es nicht nur in Gefahrensituationen, sondern sei auch für Geschwindigkeitsmessungen oder Zugangskontrollen geeignet. „Mit der aktuellen Methode kommen zu viele Übeltäter ungestraft davon. Dieser Umstand gewährleistet nicht genügend Sicherheit und belastet unter dem Strich die Steuerzahler“, betont der Geschäftsführer. 

Mit dem IDePLATE-System werden auch manipulierte Kennzeichen richtig erkannt. © Tönnjes E.A.S.T.

 

„Tönnjes ist ein Hidden Champion und steht für Fortschritt“

Astrid Grotelüschen sieht großes Potential für IDePLATE-System in Deutschland 

 

Delmenhorst, Mai 2017. Um sich ein genaueres Bild von den Einsatzmöglichkeiten des IDePLATE-Systems zu machen, besichtigte die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen vergangene Woche Donnerstag die Produktion des Delmenhorster Unternehmens. Das von Tönnjes entwickelte IDePLATE ist ein Kfz-Kennzeichen mit integriertem RFID-Chip. Dieser enthält eine verschlüsselte Kodierung, die von autorisierten Lesegeräten mobil oder stationär ausgelesen wird und ermöglicht so die sichere Identifikation von Fahrzeugen. Eine Technik, aus der sich viele weitere Anwendungsmöglichkeiten ergeben. Sie könnte für Geschwindigkeitsmessungen, Zufahrtskontrollen oder die automatische Kennzeichenerfassung bei Mautsystemen eingesetzt werden. Durch die Unterstützung der Bundestagsabgeordneten hofft das Unternehmen auch in Deutschland auf die Chance, die Leistungsfähigkeit des Systems über ein Pilotprojekt demonstrieren zu können.

Obwohl das IDePLATE-System in Deutschland noch nicht zugelassen ist, befindet es sich weltweit schon im Einsatz. Länder wie Honduras, Kenia oder die Kaimaninseln haben das System von Tönnjes E.A.S.T. bereits auf nationaler Ebene eingeführt. Auch ein groß angelegter Feldversuch in den Niederlanden verlief sehr erfolgreich. Hierzulande setzen die politisch Verantwortlichen bisher auf die kamerabasierte Identifikation von Fahrzeugen. „Mit dem IDePLATE eröffnen sich neue Möglichkeiten, von denen Bürger und Behörden gleichermaßen profitieren können, zum Beispiel beim Thema innere Sicherheit. Ich denke seitens der Regierung sollte diese Technologie auf jeden Fall diskutiert werden, weil es sich um eine zukunftsweisende Innovation handelt“, sagte Grotelüschen. So sei es zum Beispiel auch notwendig zu bedenken, dass künftig immer mehr CO2-belastete Städte in Sachen Emissionsschutz auf Zugangskontrollen für Fahrzeuge setzen. „Es gibt viele Anwendungsbereiche, für die das System interessant ist. Tönnjes ist ein typischer ‚Hidden Champion’ und ein gutes Beispiel dafür, wie Deutschland über seine Unternehmen Fortschritt erschaffen und exportieren kann“, meinte Grotelüschen. 

Astrid Grotelüschen zu Besuch bei Tönnjes E.A.S.T. Bernd Tönjes aus der Unternehmensfamile (links), Geschäftsführer Dietmar Mönning (rechts).  © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

Die Pkw-Maut kommt – aber wie wird sie umgesetzt?

Fahrzeuge werden mit veralteten Methoden erfasst

 

Bremen, April 2017. Bremen, April 2017. Nach langem Streit wird aus dem Vorhaben Realität: Die Mehrheit der Bundestagsabgeordneten hat am 24. März für die Einführung der viel diskutierten Pkw-Maut gestimmt. In Zukunft sollen Autofahrer die Infrastrukturabgabe jährlich per Lastschriftverfahren zahlen. Am Fahrzeug selbst wird sich aber nichts ändern. Von Klebe-Vignetten, wie zum Beispiel in der Schweiz, sieht die Regierung ab. Kontrolliert wird in Stichproben und lediglich per Kennzeichen-Abgleich. „Diese Methode macht Betrügereien und Missbräuche sehr leicht“, sagt Dietmar Mönning, Geschäftsführer von Tönnjes E.A.S.T. „Gerechter und sicherer könnte die Erfassung über digitale Nummernschilder sowie Windschutzscheiben-Aufkleber namens IDePLATE® und IDeSTIX® sein. Denn sie verfügen über RFID-Chips, die eine verschlüsselte, individuelle Nummer enthalten.“ Nur autorisierte Lesegeräte könnten diese empfangen und bestätigen, ob das Kennzeichen wirklich zum Auto gehört.

„Fair, sinnvoll und gerecht“ nannte Verkehrsminister Alexander Dobrindt die neu beschlossene Maut. „Von Gerechtigkeit kann hier nicht die Rede sein“, sagt Dietmar Mönning. Die sei nur gegeben, wenn Missbräuche von Kennzeichen nicht mehr möglich sind. Die Zahlen verdeutlichen, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist. Laut der Allgemeinen Versicherungen AG (ARAG) werden täglich 400 Nummernschilder gestohlen; das macht 160.000 im Jahr. „Eine beachtliche Summe, die in der Planung einer Maut nicht ignoriert werden darf“, meint Mönning. Wenn ein Dieb zugeschlagen hat, bedeutet das für die Betroffenen nicht nur bis zu 100 Euro für den Ersatz und lästige Behördengänge. Mönning: „Ob der Benzinklau an der Tankstelle, das Vermeiden von Strafzetteln oder demnächst auch das Umgehen der Maut – die reine Kameraüberwachung hat viele Schwächen.“ Solange das Kennzeichen nicht digital werde, ändere sich daran aber nichts. 

„Mit unserem RFID-basierten System ist der Fahrzeughalter hingegen doppelt gesichert“, erläutert der Geschäftsführer. „Durch das IDeSTIX® in der Windschutzscheibe erkennen die Lesegeräte sofort, ob das Nummernschild zum Auto gehört oder nicht.“ Weil es sich beim Ablösen selbst zerstöre, könne es auch nicht in andere Fahrzeuge geklebt werden. Dass dieses System funktioniert, zeige ein Blick über die europäischen Grenzen hinaus: Länder wie Peru, Kenia oder die Kaimaninseln setzen bereits auf die moderne Technologie von Tönnjes E.A.S.T. Dort haben die Behörden sich dazu entschiedenen, auf nationaler Ebene IDePLATES® oder IDeSTIX® einzusetzen und schützen sich, sowie die Autobesitzer, auf diese Weise vor Betrug. Das Delmenhorster Unternehmen liefert dazu die Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber, die vor Ort personalisiert werden. „Wenn die Bundesregierung einer Pkw-Maut gegenüber offen ist, dann sollte sie auch in punkto Umsetzung neue Methoden in Betracht ziehen“, sagt Mönning.

In Zukunft zahlen Pkw-Fahrer eine Infrastrukturabgabe für die Nutzung von deutschen Autobahnen und Bundesstraßen. / Foto:  Jon Flobrant

 

 

Kenia erfasst Fahrzeuge mit RFID-Technologie aus Deutschland

TÖNNJES C.A.R.D. stattet über drei Millionen Fahrzeuge mit Chip-Aufklebern aus


Bremen, Februar 2017. In Kenia leben rund 38 Millionen Menschen. Kenntnisse darüber, wie viele von ihnen Fahrzeughalter sind, entziehen sich bisher den Behörden. Auf diese Weise gehen dringend benötigte Steuereinnahmen zum Ausbau der Verkehrsinfrastruktur verloren. Das will die kenianische National Transport & Safety Authority (NTSA) jetzt ändern. Ihr Ziel ist es, auf nationaler Ebene ein zentrales Fahrzeug- und Halterregister zu schaffen. Dafür liefert das Delmenhorster Unternehmen TÖNNJES C.A.R.D. rund 3,3 Millionen Sticker für Windschutzscheiben in das Land. Versehen mit einem RFID-Chip, ermöglicht dieser sogenannte IDeSTIX® die Identifikation und Authentifizierung von Fahrzeugen. In den kommenden drei Jahren verpflichtet Kenia alle Halter zum Umstieg auf die neue Technik. „Obwohl wir in einer ganzen Reihe afrikanischer Staaten in Sachen Fahrzeugidentifikation aktiv sind, ist dieser Auftrag ein Meilenstein. Wir liefern nicht nur die Sticker, sondern helfen beratend bei der Einführung des Systems“, erläutert Jochen Betz, Geschäftsführer von TÖNNJES C.A.R.D.

Mit den IDeSTIX® setzt Kenia auf modernste Technik: Die Chip-Aufkleber werden vor Ort personalisiert und mit einem sogenannten QR-Code versehen. Wer ein Smartphone zur Hand hat, kann diesen scannen und über die NTSA-Internetseite die wichtigsten Automerkmale einsehen. Dazu gehören Kennzeichennummer, Autofarbe, Marke und das Modell. „So werden Diebstähle und Betrügereien deutlich schwieriger, denn es lässt sich sofort erkennen, ob das richtige Auto auf das Kennzeichen zugelassen ist“, erklärt Jochen Betz. Den Sticker einfach zu entfernen, um etwa einen Fahrzeugdiebstahl zu verbergen, funktioniert nicht. Jochen Betz: „Das System ist doppelt gesichert. Einerseits wird der RFID-Chip durch das Abreißen der Folie zerstört, andererseits sind alle Informationen auf dem Chip nach höchsten Standards verschlüsselt. Dies macht die Technologie unseres Kooperationspartners NXP Semiconductors, Spezialist in dem Bereich Verschlüsselung, in Kombination mit speziellen RFID-Lesegeräte möglich.“ Ein Traffic Information & Management System (TIMS), eine zentrale Registrationsdatenbank, soll bis 2020 eingerichtet sein.

Mit dem Windshield-Sticker nutzt Kenia nur einen Teil des Verifizierungs-Systems IDeTRUST® von TÖNNJES C.A.R.D., zu dem auch das IDePLATE®, ein Kennzeichen mit integriertem RFID-Chip, sowie mobile oder stationäre Lesegeräte gehören. Neben der sicheren Identifikation von Fahrzeugen sind viele weitere Anwendungen möglich. Als Ergänzung für kamerabasierte Verkehrsüberwachung von Mautsystemen oder beim Thema Section Control ließe sich die Erfassungsquote deutlich steigern. „Es wäre schön, wenn sich auch in Deutschland die zuständigen Stellen mit dieser Technologie auseinandersetzen würden“, meint der Geschäftsführer. Hier gebe es, bis auf die Kennzeichen-Identifikation durch Kameras, keine Sicherheitsmerkmale, mit denen sich Fahrzeuge authentifizieren lassen. „Fotos müssen erst mit Datenbanken abgeglichen werden - im Fall eines Kennzeichendiebstahls bringt dies aber nichts. Außerdem wäre es gerechter für alle Autofahrer in Deutschland, wenn die Kennzeichen-Erfassung auch bei schlechtem Wetter besser funktionieren würde. Mit RFID basierter Technologie steht eine echte Alternative zur Verfügung“, meint Jochen Betz.

Mit dem IDeSTIX® von TÖNNJES C.A.R.D. können Fahrzeuge in Kenia authentifiziert werden. © TÖNNJES C.A.R.D.

 

 

Maut: „Bei der Erfassung auf modernste Technik setzen“

Pkw mit Chip-Kennzeichen von Tönnjes E.A.S.T. werden zu 100 Prozent identifiziert


Bremen, November 2016.
Die Pkw-Maut kommt: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hält einen Start des Systems nach der Wahl im kommenden Jahr für realistisch. Statt einer klassischen Klebe-Vignette setzt Dobrindt bei der Maut auf den elektronischen Abgleich über das Kennzeichen. Bislang hat sich die Bundesregierung noch nicht für eine konkrete Umsetzungstechnik entschieden. „Auf RFID-Technologie basierende IDePLATEs könnten die Lösung sein. Den Entscheidungsträgern in Berlin ist unser System noch nicht ausreichend bekannt“, meint Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei Tönnjes E.A.S.T., zu den aktuellen Entwicklungen. „Wir wollen nicht als Mautbetreiber auftreten, sondern mit diesen zusammenarbeiten – als Spezialist für Fahrzeugidentifikation“.

Welche Technik bei der Pkw-Maut zur Erkennung der Fahrzeuge zum Einsatz kommen könnte, ist noch unklar. Im Gespräch sind Kameras, die ein digitales Foto des Kennzeichens erstellen. Wie der in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossene, großangelegte Feldversuch von Tönnjes E.A.S.T. in Kooperation mit dem niederländischen Verteidigungsministerium belegt, liegt die Erfassungsquote von Kameras teilweise bei 62 Prozent. Bei Schnee, Regen, Nebel oder verschmutzten Kennzeichen stoßen Kameras schnell an ihre Grenzen. Deutlich effektiver und zuverlässiger sei das Verfahren durch ergänzende elektronische Kennzeichen mit RFID-Chip. Eine Kombination beider Systeme identifiziere nahezu 100 Prozent aller Fahrzeuge. „Vor diesem Hintergrund sollten sich die Verantwortlichen die Frage stellen, ob man in Deutschland ausschließlich auf Kameraerfassung setzen möchte“, gibt Dietmar Mönning zu bedenken. Unter dem Strich würde der Bund mit einer Entscheidung ohne die Chip-Kennzeichen möglicherweise hohe Einnahmen verlieren: „Nicht nur, dass Verkehrssünder bei schlechtem Wetter unbescholten davon kommen. Dem Bund entgehen dadurch auch rund 40 Prozent der Einnahmen.“ Bei durchschnittlichen 121 Regentagen in Deutschland im Jahr stelle dies eine beachtliche Summe dar.

Aufgrund der derart erfolgreichen Tests aus dem Feldversuch sind die Niederlande sehr an dem System interessiert. In Südamerika haben sich bereits mehrere Länder für eine RFID-Lösung aus dem Hause Tönnjes E.A.S.T. entschieden. Die Nutzung der chipbasierten Technik sei darüber hinaus auch aus datenschutztechnischen Gründen interessant. Der RFID-Chip biete in Kombination mit der Verschlüsselungs-Technologie des niederländischen Unternehmens NXP und speziell dafür ausgelegten RFID-Lesegeräten maximale Sicherheit. Das Verkehrsministerium betonte bereits, dass alle Daten unmittelbar nach einer positiven Erfassung gelöscht würden. „Das finden wir gut. Ohnehin plädieren wir für eine Kontrolle durch den Staat“, findet Dietmar Mönning.

 

 

Jubiläum in Mittelamerika: Tönnjes-Niederlassung SISTEMAT feiert zehnjähriges Standort-Bestehen

Delmenhorster Unternehmen geht von weiterem Wachstum in Panama aus

Bremen, Oktober 2016. Erfolgreiche Expansion: Vor zehn Jahren war die Republik Panama noch der einzige Kunde von SISTEMAT in Lateinamerika. Heute, ein Jahrzehnt nach Firmengründung von SISTEMAT, bildet das Land zwischen Pazifik und Karibik für den aus Niedersachsen stammenden, führenden Anbieter von Sicherheits-Kennzeichen die Zentrale des operativen Geschäftes der Region.

SISTEMAT gehört zum Unternehmen Tönnjes und wurde im September 2006 in Panama gegründet – ausschlaggebend dafür war eine über 80 Kilometer lange Wasserstraße. „Der Standort ist logistisch betrachtet durch den Panama-Kanal von unschätzbarem Wert für uns“, erklärt Olaf Renz von TÖNNJES C.A.R.D. SISTEMAT, die ihren Sitz in einem Industriegebiet in Panama-Stadt hat und von dort aus mittlerweile viele weitere Länder wie Kolumbien, Peru oder Bolivien mit den Fahrzeugidentifikationslösungen aus Delmenhorst beliefert. „Die Maschinen und das technische Wissen kommen nach wie vor aus Deutschland. Allerdings versuchen wir in allen Ländern einen ähnlich hohen Standard zu etablieren“, ergänzt Olaf Renz. Seiner Meinung nach verfügen einige lateinamerikanische Staaten dank Hollogrammen und weiteren technischen Innovationen mittlerweile über einen deutlich höheren Sicherheitsstandard als europäische Kennzeichen wie die der Bundesrepublik.

Die Republik Panama zählt nach wie zu den wichtigsten Kunden von SISTEMAT. Das verdeutlichen auch die Angestelltenzahlen: Von rund 130 Mitarbeitern in Mittel- und Südamerika beschäftigt das Unternehmen die Hälfte allein an diesem Standort. Darüber hinaus werden die Kennzeichen vor Ort produziert – dadurch könne das Unternehmen wesentlich schneller auf regionale Kundenanfragen reagieren. Aufgrund des Wachstums musste SISTEMAT bereits innerhalb Panamas umziehen. Heute verfügt der Standort über eine 1.000 Quadratmeter große Produktions-, Lager- und Bürofläche. Aufgrund der steigenden Auftragszahlen wird mit weiterem Wachstum gerechnet: „Wir nehmen in Mittel- und Südamerika in den letzten Jahren ein gesteigertes Interesse an unseren Lösungen zur Fahrzeugidentifikation, insbesondere an der RFID-Technologie wahr. Deshalb werden wir in Panama in Zukunft gezielt in die hierzu notwendige Maschinerien investieren“, verrät Olaf Renz.

Bernd Toenjes, Gerd Toenjes, Stephan Wuestefeld, Kenji Schneider und Olaf Renz beim Firmenjubilaeum der Tönnjes-Niederlassung SISTEMAT in Panama © TÖNNJES C.A.R.D.

 

 

Testergebnis macht Hoffnung auf mehr Sicherheit im deutschen Straßenverkehr

Chipbasierte Kennzeichen von TÖNNJES E.A.S.T. aus Niedersachsen erfassen Pkw zu 100 Prozent

 

Bremen, Oktober 2016. Die RFID-Chip-Technologie aus dem Hause TÖNNJES E.A.S.T. überzeugt auf ein Neues: Das deutsche Unternehmen konnte im August dieses Jahres seinen gemeinsamen Feldversuch mit dem niederländischen Verteidigungsministerium zur Fahrzeugidentifikation mittels RFID-Chip-Technologie erfolgreich abschließen. Das System bietet in Kombination mit der verschlüsselten Chiptechnologie NXP UCODE DNA eine sichere, robuste, effektive und verlässliche Möglichkeit zur Fahrzeugidentifikation – und das bei Entfernungen von bis zu zwanzig Metern und Geschwindigkeiten bis 150 Kilometer pro Stunde. Nun legt TÖNNJES E.A.S.T. erstmals detaillierte Testergebnisse vor. Das Resultat: Die zweimonatige Praxisphase auf einem Militärgelände bei Eindhoven belegt, dass Pkw zu 100 Prozent identifiziert werden können. Herkömmliche, kamerabasierte Systeme erreichen lediglich eine Erfassungsquote von bis zu 62 Prozent. Das vergleichbar schwache Abschneiden der Kamera-Technologie ist auf die starke Abhängigkeit von Witterungs- und Sichtbedingungen zurückzuführen, die bei Regen, Schnee oder verschmutzten Kennzeichen schnell an ihre Grenzen stößt. Entsprechende kamerabasierte Systeme kommen im Bereich der derzeit für die B 6 in Niedersachen und die A 1 in Nordrhein-Westfalen geplanten Abschnittskontrollen namens „Section Control“ zum Einsatz. Hierbei werden Fahrzeugführer anders als bisher nicht an einzelnen Standorten kontrolliert, sondern für die Überschreitung einer Durchschnittsgeschwindigkeit auf einem längeren Streckenabschnitt belangt.

„Die Testergebnisse bestätigen unsere Erwartungen und zeigen, dass bei der Fahrzeugerfassung künftig kein Weg mehr an RFID-Chip-Technologie vorbeiführt. Darüber hinaus stehen nun auch die Chancen für eine baldige flächendeckende Einführung in unserem Nachbarland sehr gut“, meint Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei TÖNNJES E.A.S.T. Vor diesem Hintergrund regt das Unternehmen an, die für Deutschland geplante Section Control um RFID-Technologie zu erweitern. Im Durchschnitt regnet es in Deutschland an 121 Tagen. Deshalb sei es sinnvoll, ein witterungsunabhängiges System einzusetzen. Nur so könnten Raser lückenlos erfasst werden. „Eine Ergänzung des für Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen geplanten Kamera-Systems Section Control um unsere RFID-Chip-Technologie würde damit für noch mehr Sicherheit und Gerechtigkeit im bundesweiten Straßenverkehr sorgen“, ist sich Mönning sicher. Österreich ließ eine Teststrecke mit Section Control bereits 2003 auf der A22 im Wiener Kaisermühlentunnel installieren. Laut Betreiber Asfinag sanken die Unfallzahlen dort innerhalb von zehn Jahren um rund 50 Prozent. Niemand kam mehr zu Tode. Die Durchschnittsgeschwindigkeit reduzierte sich zudem bei PKW um zehn Stundenkilometer und bei LKW um 15 Stundenkilometer. Anders als auf den geplanten Teststrecken in Deutschland schützt in Österreich der Tunnel selbst vor schlechten Witterungsbedingungen.

Der aktuelle Feldversuch aus den Niederlanden setzt sich im Wesentlichen aus drei Teilen zusammen: dem herkömmlichen kamerabasierten System mit automatischer Nummernschilderkennung, der witterungsunabhängigen RFID-Chip-Technologie sowie einer Kombination beider Systeme. Das Testergebnis legt die Schwächen der alleinig eingesetzten kamerabasierten Technologie offen: Von 100 Fahrzeugen konnten nur 52 Verkehrsmittel eindeutig identifiziert werden. Zehn Pkw wurden ungenau identifiziert. 38 konnten gar nicht erfasst werden. Eine nicht genaue Identifikation meint, dass ein oder mehrere Zeichen auf dem Kennzeichen nicht korrekt angezeigt werden – was eine Identifikation grundsätzlich aber immer noch möglich macht. Deshalb empfiehlt TÖNNJES E.A.S.T., basierend auf den Testergebnissen, beide Technologien miteinander zu kombinieren. Denn in diesem Fall konnten 85 von 100 Fahrzeugen vollständig und zusätzlich 15 ungenau identifiziert werden. Der Fall, dass bei der Kombination der Systeme ein Pkw gar nicht erfasst wurde, trat nicht ein. 

Alle in den Niederlanden getesteten Fahrzeuge wurden von TÖNNJES E.A.S.T. mit IDePLATES und IDeSTIX ausgestattet. Dabei handelt es sich um Kfz-Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber, die über einen integrierten RFID-Chip verfügen. Als Grundlage dient der Kryptochip UCODE DNA des Halbleiterherstellers NXP Semiconductors. Dieser passive Sicherheitschip verfügt neben einer hohen Lesereichweite auch über eine Verschlüsselungstechnologie. Diese garantiert Datenschutz und Privatsphäre der Fahrzeugführer. Gesonderte Hochgeschwindigkeitstests belegen zudem, dass datenschutzfreundliche verschlüsselte Identitätsprüfungen bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern problemlos möglich sind. Dies gelte auch für mehrspurige Autobahnen. Um die Identifikationsquote auf deutschen Straßen zu steigern, arbeitet das Unternehmen aus Niedersachsen momentan außerdem an der Entwicklung einer Bodenantenne. Diese soll in die entsprechenden Fahrbahnen eingelassen werden und speziell zur Identifikation von IDePLATES dienen. Somit werde die Distanz zwischen dem RFID-Chip und dem Lesegerät auf ein Minimum reduziert.

 

 

Utsch Tönnjes Europe GmbH stellt Geschäftsbetrieb ein

Muttergesellschaften führen Geschäftstätigkeiten weiter


Schönefeld, Oktober 2016. Die Utsch Tönnjes Europe GmbH gibt heute bekannt, dass der Geschäftsbetrieb mit Wirkung vom 01.11.2016 eingestellt wird. Die Geschäftstätigkeiten des Unternehmens werden durch die Muttergesellschaften Tönnjes E.A.S.T. Infrastruktur Invest GmbH in Delmenhorst und die Erich Utsch AG in Siegen weiter geführt.

Die ehemaligen Gesellschafter erklären, dass durch diese Umstrukturierung die strategischen Ziele auf dem Gebiet der Europäischen Union realisiert werden.

Für die Kunden der Utsch Tönnjes Europe GmbH gibt es keinerlei Auswirkungen hinsichtlich Lieferung und Service. Auch die MitarbeiterInnen werden alle von den beiden Muttergesellschaften übernommen und die Weiterbeschäftigung ist langfristig gesichert.

Die Niederlassungen von Tönnjes und Utsch sind auf Sicherheitskennzeichen und Identifikationslösungen für verschiedenste Fahrzeuge spezialisiert.

 

 

Mehr als ein Stück Blech

Kfz-Kennzeichen der Zukunft sichern Mobilität


Bremen, September 2016. Kfz-Kennzeichen gehören als tägliche Begleiter im Straßenverkehr zum gewohnten Bild. Kaum ein Fahrzeughalter macht sich Gedanken über das kleine Blech, ausgenommen bei der Wahl des Wunschkennzeichens. Dabei verbirgt sich eine spannende Geschichte und großes Potential für die Zukunft hinter dem Kennzeichen, das Anfang des 20. Jahrhunderts in Deutschland eingeführt wurde. Wohin die Reise gehen könnte, wird am Beispiel der neuen RFID basierten Kennzeichen des Unternehmens Tönnjes E.A.S.T. deutlich. Denn die nächste Generation von technisch aufgerüsteten Kennzeichen bietet ganz neue Möglichkeiten zur Diebstahlsicherung und Aufklärung, im Rahmen einer gerechteren Verkehrsüberwachung oder für die Nutzung automatischer Schrankensysteme.

Die Geschichte des Kennzeichens beginnt in Deutschland mit dem Eintritt in das 20. Jahrhundert. Der Verkehr nahm drastisch zu und damit auch die Zahl an Unfallflüchtigen. Um dieses Delikt einzudämmen, führte das Deutsche Reich 1906 erstmals einheitliche Nummernschilder für Pkw, Krafträder und Lkw ein. Das heute in Deutschland gültige Kennzeichensystem betrat 1956 die Bühne. An der Frontseite findet sich ein DIN-Prüf- und Überwachungszeichen und eine zugehörige Registernummer. Für bessere Lesbarkeit sorgte Ende der 80er Jahre eine Innovation. Kennzeichenschilder aus Aluminium mit einer speziellen, retroreflektierenden Folie kamen zum Einsatz. „Es geht schon lange nicht mehr darum, irgendein Schild zu haben. Die technischen Möglichkeiten hinsichtlich Fälschungssicherheit, Material, Druck und Darstellung haben sich enorm entwickelt“, weiß Olaf Renz, Geschäftsführer bei Tönnjes E.A.S.T.

Ein ganz neues Kapitel schlägt der Hersteller aus Norddeutschland mit der Weiterentwicklung von Kennzeichen mit RFID-Chips auf. Die Chips enthalten einen verschlüsselten Code und können über ein Lesegerät aktiviert werden. Der Blick auf einen Praxistest auf dem Militärstützpunkt Oirschot in der niederländischen Provinz Nordbrabant zeigt, dass eine sichere Identifikation von Fahrzeugen auch bei ungünstigen Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee oder Nebel sowie bei verschmutzten Kennzeichen möglich ist. Der Testlauf wird noch bis Ende des Jahres fortgesetzt und anschließend ausgewertet. Für die Geschichte des Nummernschilds könnte diese Entwicklung eine neue Ära einläuten. „Momentan gibt es verschiedene Ansätze zur Planung der KFZ-Mobilität. Bei steigendem Fahrzeugaufkommen wird es immer wichtiger, gute Systeme gegen Fälschungsdelikte und für eine sichere Identifikation von Fahrzeugen zu installieren“, beschreibt Olaf Renz die neuen Herausforderungen für Staat und Verwaltung. Das von Tönnjes E.A.S.T. entwickelte System kommt bereits in Ländern rings um den Globus zum Einsatz. Neben den Cayman Islands setzen auch Honduras und Lettland auf die neue Kennzeichentechnik aus Deutschland.

Kennzeichen-Technologie aus Delmenhorst bietet vielseitige Einsatz-Moeglichkeiten © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

Deutsche Kennzeichentechnik in der Karibik

Cayman Islands setzen auf innovatives System von Tönnjes E.A.S.T.

Bremen, August 2016. Die südlich von Kuba gelegenen Cayman Islands gehen neue Wege, um ein effektives Verwaltungssystem für Fahrzeuge zu installieren. Eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung spielt das vom Delmenhorster Unternehmen J.H. Tönnjes E.A.S.T. entwickelte IDePLATE. Erstmals weltweit wird eine komplette Fahrzeugverwaltung auf Basis von Kennzeichen mit integriertem RFID-Chip eingerichtet. Die deutsche Firma ist beauftragt, gemeinsam mit den örtlichen Behörden innerhalb von drei Jahren den gesamten Fuhrpark sowie die Verwaltung der Inselgruppe umzurüsten. Das neue System gilt für rund 50.000 Caymanianer. Der Karibikstaat verspricht sich von der Einführung höhere Steuereinnahmen, eine optimierte Verkehrsplanung und den Schutz vor Kriminalität im Zusammenhang mit zulassungspflichtigen Fahrzeugen.

Türkisblaues Meerwasser und weiße Sandstrände soweit das Auge reicht: das fast 800 Kilometer lange Straßennetz des Inselstaats könnte kaum schöner liegen. Wie in jedem Land müssen auch die Fahrzeughalter der Caymans ihre Autos und Motorräder anmelden und erhalten im Gegenzug Registrierungsunterlagen und Nummernschilder. Das aktuell verwendete System hat allerdings einige Schwachstellen. Zum einen werden die metallischen Nummernschilder mit erheblichen Lieferzeiten zu den Inseln transportiert. Zum anderen fehlen Sicherheitselemente, die eine elektronische Verwaltung ermöglichen und dabei helfen, gefälschte von authentifizierten Nummernschildern zu unterscheiden. Mit der Umsetzung des neuen Systems sollen diese Probleme gelöst werden. Im Rahmen der Zusammenarbeit erhalten die Behörden im ersten Schritt 90.000 Sicherheitskennzeichen inklusive integriertem RFID-Chip und 45.000 holographische Labels namens IDeSTIX für die Windschutzscheibe. Um die vorgefertigten IDePLATEs vor Ort zu prägen und Labels zu personalisieren, wird das benötige Know-how an die Verwaltung weitergegeben. Ein sogenanntes Number Plate Management System steuert Registration, Produktion, Lagerung, Verteilung, Versand und Lieferung. Zusätzlich liefert Tönnjes die benötigte Software sowie mobile Lesegeräte und stationäre Antennen zum Erfassen und Auslesen der passiven UHF Chips.

„Wir sehen großes Potenzial für den Einsatz unserer Technologie in vielen Ländern der Welt. Natürlich treffen wir auf den Cayman Islands auf ganz spezifische Rahmenbedingungen. Aber gerade daran zeigt sich, wie vielseitig die Einsatzmöglichkeiten der RFID basierten Kennzeichentechnologie sind, ganz unabhängig von der Fahrzeuganzahl oder Landesgröße“, erläutert Olaf Renz, Geschäftsführer bei Tönnjes. Neben der Eindämmung von Kennzeichen-Fälschung und der Verbesserung der Verkehrssicherheit bringe das neue System für die Cayman Islands nach Meinung des Experten weitere Vorteile mit sich. So könnten vor allem die Versandzeiten der kundenindividuellen Schilder künftig verkürzt und provisorische Nummernschilder abgeschafft werden. Durch die automatische Steuerung von Zahlungsdaten sei außerdem für Sicherheit in Bezug auf die Einnahmen gesorgt.

Kreuzung auf den Cayman Islands, die in Zukunft für die Anwendung von Toennjes genutzt wird © Tönnjes E.A.S.T.

 

 

„Wenn schon Section Control, dann auch bestmöglich“

Kennzeichen mit RFID-Chip aus Niedersachsen verbessern Erfassungsquote deutlich


Bremen, Juni 2016. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund zweieinhalb Millionen Verkehrsunfälle aktenkundig – 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. 305.900 Menschen kamen dabei zu Schaden, 3.475 von ihnen starben. Eine der Hauptunfallursachen: unangepasste Geschwindigkeit. Seit Jahren suchen Polizei und Verkehrsministerium nach Möglichkeiten, Raser zu erwischen. Feststehende und mobile Radarfallen helfen dabei nur bedingt, da die Standorte häufig bekannt sind. Vor allem auf Strecken, auf denen es häufig zu Unfällen kommt, soll in Deutschland deshalb eine neuartige Technologie namens „Section Control“ Abhilfe schaffen. Diese ermittelt Durchschnittsgeschwindigkeiten der Fahrzeuge über eine längere Strecke. Die erste Anlage dieser Art nimmt ihren Betrieb in Kürze auf der Bundesstraße 6 zwischen Gleidingen und Laatzen in Niedersachsen auf. Auf der 2,1 Kilometer langen Pilotstrecke stehen insgesamt sechs Blitzer, die die Geschwindigkeit der Autofahrer ermitteln. Nach 18-monatiger Testphase könnte Section Control dann auch in anderen Bundesländern zum Einsatz kommen. Bei Regen, Schnee oder verschmutzten Kennzeichen stößt das kamerabasierte System jedoch an seine Grenzen. Eine Lösung bietet nun das niedersächsische Unternehmen J.H. Tönnjes E.A.S.T. mit einer ergänzenden RFID-Chip-Technologie. Diese könnte die Erfassungsquote der geplanten Section Control deutlich erhöhen.

„Wenn schon Section Control, dann auch bestmöglich“, meint Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei Tönnjes. „Abschnittskontrollen sind eine gute Lösung, um präventiv gegen Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Geschwindigkeitsüberschreitungen vorzugehen. Es ist aber noch viel Luft nach oben.“ Das Unternehmen J.H. Tönnjes E.A.S.T. aus Delmenhorst hat deshalb mit dem IDePLATE, ergänzend zur kamerabasierten Section Control, ein Produkt entwickelt, dass die sichere Identifikation von Fahrzeugen bei jeder Witterung sicherstellt. Die Bezeichnung IDePLATE steht dabei für Autokennzeichen, die mit einem auslesbaren RFID-Transponder (engl. radio-frequency identification) ausgestattet sind. Dieser enthält eine einmalige und unveränderbare Identifikationsnummer, die mithilfe neuester Kryptochips verschlüsselt übertragen wird. Eine sichere Identifizierung findet mit autorisierten Lesegeräten auch bei schlechten Witterungsverhältnissen oder verschmutzen Kennzeichen statt. Das Auslesen erfolgt entweder stationär oder mobil. Für zusätzliche Sicherheit sorgt das  IDeSTIX – ein holografisches Label mit integriertem RFID-Chip. Dieser Aufkleber wird auf der Innenseite der Windschutzscheibe angebracht und lässt sich nicht ablösen, ohne dabei zerstört zu werden.

Österreich ließ Section Control bereits 2003 auf der A22 im Wiener Kaisermühlentunnel installieren. Laut Betreiber Asfinag sanken die Unfallzahlen dort innerhalb von zehn Jahren um rund 50 Prozent. Niemand kam mehr zu Tode. Die Durchschnittsgeschwindigkeit reduzierte sich zudem bei PKW um 10 km/h und bei LKW um 15 km/h. Anders als auf der geplanten Teststrecke in Niedersachsen schützt der Kaisermühlentunnel den Wiener Streckenabschnitt vor schlechten Witterungsbedingungen. Diese nützliche Rahmenbedingung bietet die Teststrecke auf der B6 in Niedersachsen nicht. Noch ist ein Einsatz der ergänzenden RFID-Chip-Technologie von Polizei und Verkehrsministerium in Niedersachsen nicht geplant. Bei durchschnittlich 121 Regentagen pro Jahr in Deutschland könnte sich dies aber schon bald als sinnvoller Zusatz erweisen.

Ergänzende RFID-Chip-Technologie kann Erfassungsquote von Section Control verbessern © kichigin19 und Fotolia

 

 

Täglich werden über 400 Kennzeichen gestohlen

IDePLATEs könnten Abhilfe schaffen

Bremen, Mai 2016. Laut Schätzungen der Allgemeine Versicherungs-AG (ARAG) werden in Deutschland 160.000 Kennzeichen jährlich gestohlen. Das sind durchschnittlich über 400 Diebstähle am Tag. Ein echtes Problem für Unternehmen und Privatpersonen und erheblicher Mehraufwand für die Verwaltung, denn ein Diebstahl hat weitreichende Folgen. Dazu gehören Behördengänge und Kosten bis zu 100 Euro für den Ersatz. Handelt es sich um ein Wunschkennzeichen, liegen die Kosten sogar noch höher. Zudem bleibt die alte Kennung für fünf Jahre gesperrt. Das Unternehmen J.H. Tönnjes E.A.S.T. aus Delmenhorst hat mit dem IDePLATE eine Lösung für das Problem entwickelt. Es handelt sich um Nummernschilder mit integriertem passivem RFID-Chip. Dieser enthält eine einmalige und unveränderbare Identifikationsnummer, die mithilfe von Verschlüsselungstechnik übertragbar ist. Die sichere Erkennung durch autorisierte Lesegeräte erschwert die Nutzung gestohlener Kennzeichen. Die bereits im Ausland eingesetzte Technik könnte auch in Deutschland die Anzahl der Diebstähle verringern.

Die Schilderdiebe haben unterschiedliche Absichten. Häufig nutzen sie geklaute Kennzeichen für Benzindiebstahl an Tankstellen oder um ein mangelbehaftetes Fahrzeug durch die TÜV-Prüfung zu bringen. Durch die Verwendung von IDePLATEs wäre es möglich, diesen Plänen einen Riegel vorzuschieben. Für zusätzliche Sicherheit sorgt das sogenannte   „Dritte Kennzeichen“, welches sich in Form eines holografischen Aufklebers auf der Innenseite der Windschutzscheibe befindet. Stimmen die Angaben dieses sogenannten IDeSTIX nicht mit denen der eigentlichen Nummernschilder überein, wird dies vom System erkannt. „Bisher hat es Deutschland versäumt, diese Technik öffentlich zu diskutieren. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt für eine Debatte, um nicht von im Ausland entwickelten Systemen abgehängt zu werden. Unter anderem ließe sich auch der organisierte Diebstahl hochwertiger Fahrzeuge mithilfe des IDePLATEs bekämpfen“, erläutert Dietmar Mönning, Geschäftsführer bei Tönnjes.

In Deutschland sei die Einführung der Technologie auch über eine Testphase denkbar, ist Dietmar Mönning überzeugt. „In vielen Staaten stehen die Behörden den Möglichkeiten des IDePLATEs positiv gegenüber. In den Niederlanden läuft noch bis Ende des Jahres ein groß angelegter Versuch, der auch vom dortigen Verkehrsministerium aufmerksam beobachtet wird“ erläutert er. Neben dem Schutz vor Diebstahl und Fälschung bringe die Neuentwicklung noch weitere Vorteile. So seien nach Aussage der Experten etwa automatisierte Ein- und Ausfahrten auf Firmengeländen oder in Parkhäusern zeit- und kostensparender zu organisieren. Auch bei Großveranstaltungen wie der kommenden Fußball-Europameisterschaft in Frankreich könne die Sicherheitslage durch IDePLATEs verbessert werden. Zuständige Behörden würden in die Lage versetzt, terroristische Aktivitäten im Zusammenhang mit gestohlenen Fahrzeugen früher zu erkennen.

Deutsche Kennzeichen-Technik auf dem Vormarsch

Tönnjes E.A.S.T. präsentiert KFZ-Erkennungs-Systeme auf Intertraffic Amsterdam

    
Bremen, März 2016. Das deutsche Unternehmen J.H. Tönnjes E.A.S.T. präsentiert vom 5. bis zum 8. April auf der Intertraffic Amsterdam seine praxiserprobten Erkennungs-Systeme für Fahrzeuge. Im europäischen Ausland und international ist die auf RFID-Technologie (englisch für radio-frequency identification) basierende Fahrzeug-Identifizierung bereits im Einsatz.
Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben mit seinen Lösungen einer der Markführer. Kernstück  ist ein passiver Chip, der in das Kennzeichen integriert ist. In Amsterdam stellt das Unternehmen technische Details und entsprechende Anwendungsbeispiele einem breiten Fachpublikum vor.

Praxiserfahrungen mit einem IDePlate, einem Kennzeichen mit integriertem Chip, sammeln zurzeit die Streitkräfte der niederländischen Armee. Der Inspekteur der Königlichen Landstreitkräfte der Niederlande, Generalleutnant Mart de Kruif, lobt das Projekt als wegweisend. Testareal ist eines der größten militärischen Ausbildungsgelände in den Niederlanden. In weiteren Ländern befindet sich die RFID-Technologie zur KFZ-Erkennung in der Erprobungsphase oder wird wie in Peru bereits flächendeckend genutzt. In Europa gehören neben den Niederlanden die Türkei und Lettland zu den Vorreitern. Anfragen gibt es laut den Geschäftsführern Olaf Renz und Dietmar Mönning auch aus Deutschland. „Das Interesse, insbesondere seitens Großunternehmen aus der Automobil- und Logistikbranche, die Sicherheit ihrer Flotten und des Firmenareals zu optimieren, ist groß. Einfache und effiziente Lösungen hingegen sind rar. Mit dem IDePlate inklusive manipulationssicherer Software bieten wir eine ausgereifte Alternative für viele Einsatzbereiche“, erläutert Olaf Renz.

Die Intertraffic in Amsterdam gilt als weltweit größte Innovationsplattform für Mobilitätslösungen. Mehr als 800 Aussteller aus über 40 Ländern stellen ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Verkehrs- und Transportindustrie vor. Besucher der Messe finden Tönnjes E.A.S.T. in Halle 10 an Stand 10.218.
    
Weitere Informationen unter www.toennjes.com und www.intertraffic.com.

 

 

Test bestätigt Wirksamkeit von RFID-Technologie zur Fahrzeugidentifikation

13. Juli 2016 – Das niedersächsische Unternehmen J.H. TÖNNJES E.A.S.T. präsentierte heute gemeinsam mit dem niederländischen Halbleiterhersteller NXP Semiconductors und dem Handelsunternehmen Kirpestein die Ergebnisse eines groß angelegten Feldversuchs mit IDePLATEs in den Niederlanden. Die Technologie zur Fahrzeugidentifikation wurde ein Jahr lang an über einhundert Militärfahrzeugen getestet. Wichtigste Erkenntnis sei nach Angaben des Unternehmens, dass Fahrzeuge mit CHIP basierter RFID-Technologie sicher identifiziert werden können. Unter den gegebenen Testbedingungen betrug die maximale Mess-Entfernungen zwischen Fahrzeug und Scanner bis zu zwölf Metern und eine verlässliche Auslesung war bis zu Geschwindigkeiten von 150 Stundenkilometern möglich. Die erzielten Werte gelten auch für ungünstige Witterungsbedingungen wie Regen, Schnee oder Nebel sowie bei verschmutzten Kfz-Kennzeichen.

Der Testlauf startete 2015 auf dem Militärstützpunkt Oirschot in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Über einhundert Autos und Lkw wurden mit IDePLATEs und IDeSTIXs ausgestattet. Dabei handelt es sich um Kfz-Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber mit integriertem RFID-Chip. Seitdem erfassen autorisierte Lesegeräte, die an einem Gate befestigt sind, Kennzeichen und Windschutzscheiben-Aufkleber. Für den Feldversuch wurde der neue reichweitenstarke Kryptochip UCODE DNA von NXP verwendet. Dieser passive Sicherheitschip kombiniert erstmals eine hohe Lesereichweite mit modernster Verschlüsselungstechnologie zur Chip-Authentifizierung. „Nur stationäre oder mobile Lesegeräte mit dem passenden, geheimen und kryptografischen Code können die einmalige Identifikationsnummer entschlüsseln“, betont Maurice Geraets, Geschäftsführer bei NXP. „Verschiedene Hindernisse wurden durch den Feldversuch überwunden“, erläutert Koert Kirpestein, Inhaber und Geschäftsführer von Kirpestein. „Viele Militärfahrzeuge sind mit zusätzlichen Metallverkleidungen ausgestattet, die zu Störungen bei den RFID-Antennen führen. Eine Hauptaufgabe war es sicherzustellen, dass auch diese Fahrzeuge verlässlich identifiziert werden können. Außerdem ermöglichte der Testlauf die Optimierung des Zusammenspiels von Hardware und Software.“

Nach dem erfolgreichen Test auf dem Militärgelände in den Niederlanden soll die RFID-Technologie nun auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen: „Die erfolgreichen Ergebnisse des Feldversuchs haben bereits zur breiten Einführung der RFID-Chips in elektronische Kennzeichen bei Projekten in Südamerika geführt. Besonders der Datenschutzaspekt sowie die sinkenden Kosten für die Einführung von elektronischen Kennzeichen machen die Lösung auch für einen großflächigen Einsatz in Europa attraktiv“, ist sich Olaf Renz, Geschäftsführer bei TÖNNJES sicher. Außerdem eröffne der Einsatz von elektronischen Kennzeichen neuartige Geschäftsmodelle. Beispielsweise könnten Kosten für Parkhäuser automatisch abgerechnet werden, wenn der Fahrzeughalter einen entsprechenden Service wünscht. Ebenso lasse sich die Technologie für die manipulationssichere Fahrzeugregistrierung und Identifikation, das Verkehrsmanagement und Zugangskontrollen einsetzen.

Weitere Informationen zum Projektfileadmin/user_upload/Presse/FactSheetIDEPLATE.pdf

 
Militärfahrzeuge, ausgestattet mit IDePLATEs und
IDeSTIX, passieren das mit Lesegeräten ausgestattete
Gate in Oirschot

Royal Dutch Army: General de Kruif supports vehicle identification with passive RFID technology
As part of a long-term project on the training and education grounds of the Dutch Ministry of Defense, Tönnjes and Kirpestein presented RFID based solutions for vehicle identification to Lieutenant General Mart de Kruif, commanding officer of the Royal Dutch Army. Military vehicles were equipped with IDePLATEs and IDeSTIXs, license plates and windshield labels with integrated passive RFID chips. Reading units, which are mounted on a gantry, read the information stored on license plates and windshield labels. De Kruif called this solution a real-life technical innovation which provides concrete applications for military purposes.
“In these days the technical requirements of systems for a reliable and tamper proof vehicle identification increase steadily”, explains Koert Kirpestein, managing director of Kirpestein B.V., during the presentation. To meet these requirements, both companies are constantly working on the development of their technical solutions.
General de Kruif visited the installation and was introduced to all details of the application.
The Project on the training and education grounds of the Dutch Ministry of Defense is initially planned for one year. For this purpose, 100 vehicles were equipped with license plates and windshield labels, using the latest kryptochip developed by NXP Semiconductors. The so called UCODE DNA, in compliance with the highest security standards, works with an encrypted authentication – even over long distances.
Certified tests confirm the functionality of the IDePLATE under all weather conditions and at high speed. With these features it fulfills individual requirements and enables a variety of applications – these include tamper proof vehicle registration and identification, traffic management, section control, parking and access control. Countries like Peru and Latvia have already commenced using the IDePLATE.